Vorreiter für gesellschaftlichen Trend

Werders Initiative WIR KRIEGEN DIE KURVE
Dr. Hubertus Hess-Grunewald und Werder wollen mit Angeboten Lösungen in der Corona-Krise bieten (Foto: nordphoto).
Wir kriegen die Kurve
Mittwoch, 25.03.2020 / 19:22 Uhr

Von Norman Ibenthal

Claudio Pizarro bildet mit seinen Händen ein Dach über dem Kopf. Leo Bittencourt erklärt per Video, warum es aktuell so wichtig ist nicht so oft vor die Tür zu gehen. Werders Trainer führen in den sozialen Medien Sportübungen für zu Hause vor und Werders Koch zaubert per Video schnell zubereitete, leckere Gerichte in die Wohnzimmer der Zuschauer – all das sind nur kleine Elemente, die Werder in seiner weitreichenden Initiative WIR KRIEGEN DIE KURVE vereint.

„Das öffentliche Leben ist aufgrund des Corona-Virus so gut wie zum Stillstand gekommen. Schulen, Kindergärten und Kitas sind geschlossen. Ein Freizeitangebot in der Öffentlichkeit ist zum Erliegen gekommen. All das stellt die Gesellschaft vor große Herausforderungen. Mit unserer Initiative und unseren Ressourcen möchten wir versuchen, diese entstandenen sozialen Lücken zumindest ein wenig zu schließen“, erklärt Werders Präsident und Geschäftsführer Dr. Hubertus Hess-Grunewald.

Das erste Video der Initiative FIT MIT WERDER ist bereits online (Foto: W.DE)

Einer der Schwerpunkte der Werder-Aktivitäten heißt FIT MIT WERDER und ist seit Mittwochvormittag offiziell an den Start gegangen. „Der Sport und speziell der Fußball sind unsere Kernkompetenz. Aktuell können wir unseren Mitgliedern jedoch kein Sportprogramm, wie sie es kennen, bieten. Daher haben wir es in die digitale Welt verlagert“, erklärt Hess-Grunewald. Von der Windelliga bis hin zum Programm 60plus möchte Werder seine Mitglieder mit Videos zum Sporttreiben in den eigenen vier Wänden oder im Garten ermuntern. Auf Videos erklären die grün-weißen Trainer und Sportler für entsprechende Altersstufen Übungen, die man leicht auch Zuhause ausüben kann. Alle zwei Tage sollen neue digitale Sportangebote empfangbar sein. Die Inhalte sind auf unterschiedliche Altersklassen abgestimmt und qualtitativ hochwertig.

„Dieses Programm ist nichts Künstliches. Es ist authentisch das, was die Trainer den Kindern und Leistungsmannschaften auch sonst mitgeben. Geplant ist auch, dass wir natürlich auch unsere Profis in dieses Projekt einbinden, denn wir wissen um ihre Strahlkraft. Dadurch wollen wir natürlich auch zeigen, dass der gesamte Verein hinter diesem Projekt steht und es alle angeht. Und natürlich ist es noch motivierender, wenn ein Profi die Übungen mit- und vormacht“, erklärt Hess-Grunewald, der stolz auf dieses Angebot ist. „Wir sind ein Verein mit der Kernkompetenz Sport und die versuchen wir auf diese Weise zu digitalisieren. Wir müssen zu den Menschen, die heutzutage alle mit einem Smartphone herumlaufen. Jetzt können wir diesen Umstand auch einmal positiv nutzen und dafür sorgen, dass die Leute trotz ihrer technischen Geräte in Bewegung kommen können. Es besteht also kein Widerspruch zwischen dem Bewegungsmangel und der Nutzung digitaler Endgeräte.“

Wir hoffen, dass es sehr viele Nachahmer geben wird, die die Strahlkraft des Fußballs nutzen, um nicht nur auf diesem Weg zu helfen
Dr. Hubertus Hess-Grunewald

Ein ähnliches Angebot hatte in den letzten Tagen bereits der Basketball-Bundesligist ALBA Berlin an den Start gebracht. Kein Zufall, wie der Werder-Präsident erklärt: „Wir haben einen engen Austausch mit Alba Berlin, dort wurde dieses Konzept ja bereits sehr gut umgesetzt. Wir sind mit den Berlinern bereits seit zwei Jahren im Austausch und können das nun wunderbar fortführen. Wir sind jetzt der erste Fußball-Bundesligist, der ein solches Format zeigt. Wir hoffen, dass es sehr viele Nachahmer geben wird, die die Strahlkraft des Fußballs nutzen, um nicht nur auf diesem Weg zu helfen.“

 

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